Coney Island, New York

Historische Kulturlandschaften & europäische Zukunft

Siebenbürgen | Moldau und die Südbukowina | Die Walachei und Bukarest | Rumänien seit dem Ersten Weltkrieg
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Historische Kulturlandschaften & europäische Zukunft

Kurzbeschreibung Infopaket

Die hier bereisten Regionen weisen eine vielfältige Vergangenheit unter römischen, griechischen, tatarischen, türkischen, ungarischen, habsburgischen, russischen bis hin zu rumänischen Einflüssen auf. Aus der Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei entstand 1861/62 der rumänische Staat, den der Berliner Kongress 1878 als eigenständig anerkannte. 1866 wurde Karl von Hohenzollern Prinz von Rumänien und regierte das Land als König Carol von 1881 bis 1914. Infolge des Ersten Weltkriegs verdoppelten sich Territorium und Bevölkerungszahl, aus dem jungen National- wurde ein Vielvölkerstaat.

Kurzinfo

Siebenbürgen | Moldau und die Südbukowina | Die Walachei und Bukarest | Rumänien seit dem Ersten Weltkrieg
Coney Island, New York
Siebenbürgen
Über vier Jahrhunderte prägte die „Vereinigung dreier Nationen“ aus Ungarn, Sachsen und Szeklern die Entwicklung des Gebiets westlich des Karpatenbogens. Die ungarischsprachigen Szekler, deren ethnische Herkunft nicht zweifelsfrei geklärt ist, dienten seit dem 12. Jh. als Grenzwächter. Ab Mitte des 12. Jh. siedelten sich Siebenbürger Sachsen an, deren Herkunftsregion jedoch wahrscheinlich die Rhein-Mosel-Gegend war. Ungarn waren seit dem 10. Jh. in Transsilvanien, wie das Land später genannt wurde, präsent. Freilich repräsentierten die in der unio trium nationum ab Mitte des 15. Jh. Zusammengeschlossenen höchstens ein Drittel der Bevölkerung: ohne Rechte blieben die nicht-adligen Ungarn sowie die Unterschichten. Es folgten Perioden relativer Selbstständigkeit unter ungarischer, osmanischer und Habsburger Herrschaft, bis die Region nach dem ungarisch-österreichischen Ausgleich 1867 Teil Ungarns wurde und unter einen starken Magyarisierungsdruck kam. Nach dem Ende der Doppelmonarchie wurde Siebenbürgen im Vertrag von Trianon 1920 Rumänien zugesprochen.
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Moldau und die Südbukowina
Die südliche Bukowina gehörte ab Mitte des 14. Jh. zum Einflussbereich des aus ungarischer Abhängigkeit entstandenen Fürstentums Moldau, in dessen Blütezeit die Errichtung der berühmten Klöster zwischen Ende des 15. und Ende des 16. Jh. fiel. Sie gehören wegen ihrer einmaligen farbigen Außenmalereien seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Fürstentum selbst stand ab Anfang des 16. Jh. unter osmanischer Oberhoheit, die Bukowina, in der die verschiedenen ethnischen Gruppen relativ einvernehmlich zusammen lebten, wurde 1774 Teil der Habsburger Monarchie. Im Unterschied zur Nordbukowina mit Czernowitz gehört der südliche Teil der Region seit 1918 ununterbrochen zu Rumänien.